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Psychiatrische Fachkompetenz im Rettungsdienst stärken

Psychosoziale  Krisen und psychiatrische Notfälle gehören zum Alltag im Rettungsdienst. Um Sanitäter*innen im Umgang mit Menschen in psychischen Ausnahmesituationen noch besser zu unterstützen, bauen die Psychosozialen Dienste Wien (PSD Wien) gemeinsam mit den Wiener Rettungsorganisationen ein kontinuierliches Angebot an Schulungen, Fachtagen und Hospitationen auf.

Ziel ist es, psychiatrisches und suchtspezifisches Wissen im Rettungsdienst zu stärken, die Versorgungsqualität weiter zu heben und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Einrichtungen zu verbessern.

Wissen für die Praxis

Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Fortbildungsangebote für Sanitäter*innen aller sieben Wiener Rettungsorganisationen. Ein wesentlicher Bestandteil des Angebots sind jährliche Fachtage zu psychosozialen und psychiatrischen Themen im Rettungsdienst. Ergänzend finden kontinuierlich Schulungen für Multiplikator*innen aus den Bereichen Lehre, Feldsupervision und Führung statt.

Im Jahr 2026 haben dabei über 500 Rettungskräfte teilgenommen.

Hospitationen ermöglichen Einblicke

Neben den Schulungsformaten werden mehrmals jährlich Hospitationsmöglichkeiten geschaffen. Sanitäter*innen erhalten dabei Einblicke in die Arbeit des PSD Wien, in die Akutpsychiatrie des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV) sowie in psychosoziale Betreuungsorganisationen.

Die Hospitationen ermöglichen einen unmittelbaren Einblick in unterschiedliche Versorgungsangebote und fördern das Verständnis für die jeweiligen Aufgaben, Möglichkeiten und Schnittstellen. Damit entsteht eine wichtige Grundlage für eine noch bessere Zusammenarbeit im Einsatzalltag.

Vernetzung über Organisationsgrenzen hinweg

Alle Veranstaltungen finden im Rahmen des städtischen Psychiatrischen und Psychosomatischen Versorgungsplanes (Link: https://psd-wien.at/ppv) statt und stehen den Sanitäter*innen des Wiener Rettungsverbundes kostenlos zu Verfügung. Die Kooperation bringt damit unterschiedliche Organisationen und Fachbereiche zusammen und schafft Raum für gemeinsamen Austausch, Wissenstransfer und die Entwicklung eines gemeinsamen fachlichen Verständnisses.

Gemeinsames Ziel: Bessere Versorgung bei Krise, Erkrankung und Notfall

Mit dem Ausbau der Schulungs- und Vernetzungsangebote soll die Qualität der Versorgung von Menschen mit psychiatrischen oder psychosozialen Problemlagen bereits am Beginn der Versorgungskette gestärkt werden.

Zusätzlich wird im Rahmen der kontinuierlichen Vernetzung die fachspezifische Qualitätsentwicklung und moderne, bedarfsgerechtere Steuerung von Patient*innen gemeinsam gestaltet.

Zuletzt aktualisiert am: 21.09.2026

 

PPV – Psychiatrischer und Psychosomatischer Versorgungsplan 2030

Im Notfall: 01 31330